Darstellungsgröße + -

Brauchtum

 

SternsingerSternsinger
Am Sonntag, nahe dem Dreikönigstag, ziehen die Messdiener - verkleidet als die Heiligen drei Könige - durch das Dorf und singen vor jedem Haus ein Lied und sammeln Geld für Projekte der Kirche in der dritten Welt. An die Haustür schreiben sie die Jahreszahl mit dem Segen Christi: "20 + C + M + B + 07". (C.M.B. bedeutet: "Christus mansionem benedicat" - Christus segne dieses Haus)

 

Scheef-Sundisch
Das Hüttenbrennen, auch Burgbrennen genannt, ist ein alter Brauch in vielen Orten der Eifel. Er wird jedes Jahr am "Scheef-Sonntag", dem ersten Sonntag nach Fastnacht, begangen. Der Ausdruck leitet sich wahrscheinlich als
Dialektwort vom althochdeutschen Wort Schaub (Strohgarbe, ein senkrecht aufgestelltes Bündel) ab. Zunächst sammeln die Jugendlichen Stroh, Reisig und Holz und schichten es oberhalb vom Drees zu einem Haufen auf, der nach Anbruch der Dunkelheit entzündet wird.

Anschließend zieht die Dorfjugend von Haus zu Haus, um sich die Belohnung für die getane Arbeit abzuholen. Dabei wird ein Spruch aufgesagt. Die Gaben bestehen in der Regel aus Eiern, die nach dem Einsammeln gemeinsam in Form von Rührei verzehrt werden.

Über die Entstehung des Brauches wird vermutet, dass man den Winter verbrennen und durch diesen Brauch Lebenskraft erwecken wollte.

 

Klappern
Am Karfreitag und -samstag gehen die Kinder durchs Dorf und ersetzen mit ihren Klappern das Kirchengeläut. Am Samstag sammeln sie Eier ein, die nach dem letzten Klappern an die Klapperkinder verteilt werden.

Hintergrund: Die Passions- oder Trauerwoche beginnt am Palmsonntag und endet am Karsamstag. Sie ist dem Andenken an das Leiden und den Tod Christi gewidmet und heißt deshalb auch "Heilige Woche". Der Begriff "Stille Woche" beruht darauf, dass zwischen dem "Gloria" am Gründonnerstag und dem "Gloria" in der ersten Ostermesse die Glocken nicht geläutet werden - zum Zeichen der Trauer. Auch die Altarschellen bleiben an diesen Tagen stumm.
In der Eifel hießt es im Volksmund: "Die Glocken sind nach Rom geflogen, um Beichte abzulegen und sich zu stärken." Doch bereits vor dem Aufkommen metallener Glocken wurden die Gottesdienstzeiten in der Eifel auch durch Holzinstrumente angezeigt. In den Kartagen wird auf diese ursprüngliche Art der Ankündigung wieder zurückgegriffen: Hölzerne Klappern ersetzen klingende Schellen und tönerne Kirchenglocken. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

 

1. Mai
Zur Hexennacht vom 30. April zum 1. Mai stellen die Junggesellen zunächst am Abend den Maibaum auf und bewachen diesen dann während der Nacht, damit er nicht von den Junggesellen anderer Dörfer abgesägt werden kann. Außerdem ziehen sie nachts durchs Dorf und sammeln Gegenstände ein, die sie zum Maibaum tragen, wo die Besitzer sie am nächsten Tag abholen können. Seit dem Ende der 1980-er Jahre wird bis in die Abendstunden des 1. Mai am Pavillon gefeiert.

 

St. Martin
Anfang November sammeln die Junggesellen unseres Dorfes Holz, das sie am St. Martinstag zu einem großen Feuer aufstellen und schließlich zu Beginn des Martinszuges anzünden. Anschließend ziehen die Einwohner - geführt vom St. Martin auf dem Pferd - durch's Dorf und auch direkt am Feuer vorbei. Der Zug endet in der Gemeindehalle, wo eine Tombola statt findet und die Kinder Tüten mit Süßigkeiten erhalten.

 

Nikolaus
Am Vorabend des 6. Dezember geht der Nikolaus mit dem "Schwarzen" in die Häuser und besucht die Kinder. Dort lobt er die Kleinen oder verteilt eine Rute - je nachdem, ob sie sich im vergangenen Jahr gut oder schlecht geschickt haben.

 

Poltern / Rad schleifen
Wenn jemand aus unserem Dorf heiratet, wird am Polterabend vor dem Elternhaus der Braut das "Rad geschliffen", d.h. die Junggesellen aus Niederstadtfeld schleifen mit einer Sense an einem alten Wagenrad. Anschließend singen sie ein paar typische Eifellieder und feiern dann mit dem Brautpaar das Ereignis.